Newsletter-Marketing gehören für viele Coaches, Trainer und Selbstständige zum Standard-Marketing.
Man meldet sich für ein Webinar an, lädt ein Freebie herunter – und ist automatisch im Verteiler.
So ging es auch mir.
Mich interessieren viele Inhalte aus dem Coaching- und Online-Business-Bereich.
Ich schaue mir Webinare an, möchte verstehen, wie jemand arbeitet, welche Denkweisen dahinterstehen und welche Impulse ich für mich mitnehmen kann.
Die Webinare selbst sind oft gut.
Klar strukturiert, informativ und inspirierend.
Doch was danach folgt, ist häufig ernüchternd.
Wenn das Postfach zur Dauerbeschallung wird
Über die Weihnachtszeit habe ich mein E-Mail-Postfach kaum gepflegt.
Als ich es wieder öffnete, warteten dort über 4.000 ungelesene Mails. Überwiegend aus Newslettern.
In den letzten Monaten habe ich zunehmend das Gefühl, dass viele Newsletter ihren eigentlichen Zweck verloren haben.
Statt Mehrwert zu liefern, entsteht eine Flut aus Nachrichten, die sich stark ähneln:
- kaum visueller Inhalt
- keine neuen Gedanken
- wenig Tiefe
- viel Wiederholung
Stattdessen dominieren Verkaufsaufrufe wie
„Buche jetzt, bevor das Angebot abläuft“, „Kaufe hier und spare 60 %“, „Dann wird alles leichter“.
Große Textblöcke, wenig Struktur, kaum Orientierung.
Es entsteht nicht das Gefühl, etwas Wertvolles zu lesen, sondern lediglich Teil einer Marketing-Routine zu sein.
Viel hilft viel? Oder eher zu viel?
Viele scheinen davon auszugehen, dass es reicht, regelmäßig im Postfach aufzutauchen.
Sichtbarkeit um jeden Preis. Oft auf Kosten von Relevanz.
Doch genau das bewirkt bei mir oft das Gegenteil.
Ich öffne viele Newsletter gar nicht mehr.
Und wenn sie in zu kurzen Abständen kommen, lösche ich sie ungelesen – oder melde mich direkt wieder ab.
Ein Newsletter, der alle zwei oder drei Tage erscheint,
liefert für mich selten echten Mehrwert.
Stattdessen fühlt er sich an wie ein ständiges
„Hier bin ich. Bitte beachte mich.“
Das wirft eine wichtige Frage auf:
Funktioniert Marketing heute wirklich nur noch, wenn man Menschen dauerhaft auf die Nerven geht?
Warum gute Betreffzeilen nicht reichen
Im Newsletter-Marketing wird viel über Betreffzeilen gesprochen.
Sie sollen neugierig machen, triggern, Aufmerksamkeit erzeugen.
Doch eine starke Headline allein löst das grundlegende Problem nicht.
Wenn der Inhalt dahinter:
- oberflächlich bleibt
- sich ständig wiederholt
- keinen neuen Gedanken eröffnet
dann verliert selbst die beste Betreffzeile schnell ihre Wirkung.
Relevanz entsteht nicht durch Lautstärke.
Sondern durch Inhalt.
Meine eigene Entscheidung zum Thema Newsletter
Diese Gedanken haben mich besonders beschäftigt,
weil ich selbst begonnen habe, eigene Newsletter zu schreiben und weil meine Arbeit genau dort ansetzt:
bei Klarheit, Struktur und Inhalten, die nicht nur sichtbar sind, sondern wirken.
Und ich weiß von Anfang an:
Ich möchte weder langweilen noch nerven.
Für mich stellt sich eine andere Frage:
Wo entsteht echter Mehrwert?
Was bringt Menschen dazu, eine Mail wirklich zu lesen und nicht nur zu überfliegen oder zu löschen?
Für mich liegt die Antwort nicht in der Frequenz.
Sondern in der Qualität.
Ich glaube nicht daran, dass wertvolle Inhalte alle drei Tage entstehen müssen.
Ich glaube an bewusst gesetzte Impulse, klare Gedanken und Inhalte, die Raum lassen statt Druck aufzubauen.
Weniger Mails. Mehr Inhalt.
Genau diese Fragen nach Haltung, Klarheit und Substanz habe ich auch in meinem kostenlosen Workbook aufgegriffen.
Ich möchte Newsletter anders denken:
- weniger Nachrichten
- dafür klarer, ehrlicher, durchdachter
- mit Struktur, visueller Ruhe und Substanz
Nicht, um ständig sichtbar zu sein.
Sondern um relevant zu bleiben.
Vielleicht bedeutet gutes Newsletter-Marketing heute nicht, lauter zu werden sondern echter.
Ein paar Gedanken zum Schluss und eine Frage an dich
Wie erlebst du Newsletter aktuell?
Was bringt dich dazu, einen wirklich zu lesen?
Und was lässt dich innerlich sofort auf „Löschen“ klicken?

