UX- und UI-Design werden häufig in einem Atemzug genannt und nicht selten miteinander verwechselt. Um beide Begriffe klar voneinander zu unterscheiden, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Bedeutung.
Die User Experience (UX) beschreibt das gesamte Nutzererlebnis im Umgang mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem digitalen Service. Sie umfasst alle Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle, die vor, während und nach der Nutzung entstehen. Dazu zählen nicht nur emotionale Aspekte, sondern auch Faktoren wie Verständlichkeit, Effizienz, Orientierung und Vertrauen. UX kann sich dabei nicht nur auf digitale Produkte beziehen, sondern auch auf physische Umgebungen oder Prozesse.
Eine gelungene User Experience entsteht, wenn ein Produkt intuitiv nutzbar ist, Erwartungen erfüllt und dem Nutzer hilft, sein Ziel möglichst einfach zu erreichen. Dabei fließen Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen ein – etwa Psychologie, Usability-Forschung, Design, Technologie und aktuelle Nutzungstrends.
Typische Methoden zur Analyse und Optimierung der UX sind unter anderem Nutzerbefragungen, Card Sorting, Usability-Tests oder die Erstellung von Customer Journey Maps. Je nach Zielgruppe und Testpersonen können die Ergebnisse stark variieren, weshalb oft mehrere Tests notwendig sind, um Schwachstellen zuverlässig zu identifizieren und zu beheben.

User Interface (UI) Design als essenzieller Bestandteil der UX
Während UX das gesamte Nutzungserlebnis betrachtet, fokussiert sich das UI-Design auf die konkrete Schnittstelle zwischen Mensch und System – also auf die visuelle und interaktive Gestaltung der Benutzeroberfläche. Dazu gehören Elemente wie Buttons, Icons, Typografie, Farben, Animationen und Interaktionsmuster.
User Interfaces können auf unterschiedliche Weise gestaltet sein, beispielsweise als grafische Benutzeroberflächen, sprachgesteuerte Interfaces oder gestenbasierte Systeme. UI-Designer entwickeln und optimieren diese Oberflächen auf Basis der im UX-Prozess gewonnenen Erkenntnisse. Ziel ist es, Funktionalität und Ästhetik so zu verbinden, dass die Bedienung klar, konsistent und angenehm ist.
Eine erfolgreiche Interface-Gestaltung schafft Vertrauen, weckt positive Erwartungen und unterstützt den Nutzer dabei, sich sicher und intuitiv durch eine Anwendung zu bewegen. Eine durchdachte Konzeption und Planung sind daher grundlegende Voraussetzungen für den Erfolg einer App oder Website.

